Ein schwarzes Wochenende
Terroranschlag in Norwegen am 22.07.2011.
Mehr als 93 Tote forderte der Doppelanschlag in Oslo und auf der Insel Utoya.
Der mutmaßliche Täter Anders Breivik führte nach ersten Erkenntnissen die Anschläge alleine durch.
Bei seinem zweiten Anschlag auf der Ferieninsel Utoya hatte der Attentäter 90 Minuten Zeit, bevor er von einem Sondereinsatzkommando überwältigt werden konnte. Breivik gilt als Anhänger der rechtsextremistischen Szene. Derzeit werden Verbindungen nach Deutschland geprüft. Norwegen gilt als eines der friedlichsten Länder der Welt. Die Anschläge sind die schlimmste Katastrophe für das Land seit dem Zweiten Weltkrieg.
Deutschland ein Jahr nach der Katastrophe der Loveparade in Duisburg am 24.07.2011.
Die Nachricht trifft Deutschland in doppelter Hinsicht. Während der eine Teil fassungslos die schrecklichen Nachrichten verfolgt, wird den Teilnehmern und Angehörigen der Loveparade 2010 einmal mehr bewusst, welch schreckliche Auswirkungen solche Katastrophen haben.
Auf der Loveparade am 24.07.2010 ereignete sich in einer Unterführung auf dem Weg zum Veranstaltungsgelände eine Massenpanik in Duisburg. Dabei kamen 21 Menschen ums Leben. An der Veranstaltung nahmen 1,4 Millionen Menschen teil. Das Gelände war für eine Teilnehmerzahl von 250 000 geeignet.
Beide Geschehnisse, so unterschiedlich sie sind, werfen auch in Deutschland erneut die Frage auf: Wie gut sind wir für den Ernstfall vorbereitet?
„Im Ausbildungsbereich der Schutz- und Rettungskräfte, gesondert im Umgang mit terroristischen Anschlägen, fehlt unseren Fachkräften die notwendige Sensibilisierung“, so Projektkoordinator Philipp Fischer von Votekk. Aus diesem Grund bietet Votekk hier gezielte Fort- und Weiterbildungsmaßnahmen in Kooperation mit der AKNZ in Ahrweiler an. „ In der Bewältigung eines Massenanfalls von Verletzen, wie er auf der Loveparade passiert ist, sind wir auf einem guten Weg, so Philipp Fischer weiter, „vorausgesetzt wir bilden die Übungskultur auch länderübergreifend weiter aus.“





